Selfmade-Bett aus Massivholz

In diesem Beitrag bekommt ihr eindrucksvoll berichtet, wie ein selbstgebautes Massivholz-Bett mit traditioneller Zinkenverbindung entsteht. Selfmade/written by Jule & Markus.

Vielen Dank für den Bericht!

Einfach eine neue Matratze für‘s alte Malm-Bett kaufen oder unserem Motto „Wenn dann richtig“ treu bleiben und ein self-made Bett bauen?

Alles begann mit dieser Frage. Irgendwie Stauraum generieren – mit Ideen von Pinterest – und aus dem alten Bett etwas zusammenbasteln, war dann doch nicht das, was wir wollten.

Also haben wir selbst etwas entworfen. Mit dem Ziel, viel Platz zum Schlafen sowie auch genügend Stauraum zu schaffen und das alles noch in cooler Optik.

Nur wo das alles bauen? Idee in den Rucksack … ab ins Holzkombinat … alles auf den Tisch … große Augen von Titus … mit viel neuen Ideen wieder nach Hause … Optimierungsschleifen drehen.

Nachdem wir alles fertig geplant hatten und das Holz bestellt war, konnten wir zum Valentinstag mit dem Transporter vom Holzkombinat unser Material beim Holz-Weidauer abholen.

Die Woche darauf ging es los. Wir hatten unser Bettprojekt vorher komplett in 3D konstruiert und technische Zeichnungen abgeleitet. Das hat sich echt als vorteilhaft erwiesen. Das Holzkombinat unterstützt dabei gern, falls man die notwendigen Mittel oder das Wissen nicht hat.

Nun ging es über mehrere Wochen nach dem Feierabend täglich ins Holzkombinat – immer mit Vorfreude, weil es einfach Spaß gemacht hat. Die Mitarbeiter sind supernett und haben uns immer geholfen, wenn wir nicht weiterwussten oder in manch Maschine erst eine Einweisung brauchten (großer Dank nochmal an Titus und Vincent).

   

Und so fingen wir an die Teile zuzusägen, zu bohren und die ersten Komponenten zu montieren. Jeden Abend konnten wir alles im Holzkombinat einlagern und einfach heimgehen. Eine Herausforderung war auf jeden Fall die Umsetzung der Idee, den Bettrahmen nicht einfach zusammenzuschrauben, sondern mit einer Fingerverzinkung zu versehen. Das war wirklich nervenaufreibend.

Aber als dann alles nach unzähligen Optimierungsschleifen passte, stellte sich eine tiefe Zufriedenheit ein und dazugelernt hatte man auch viel.

Nachdem alles zumindest in seinen Einzelteilen einmal montiert war, begannen wir alle Bretter und Balken zu schleifen. Uns wurde nachgesagt, wir würden es zu genau nehmen, aber das Endergebnis ist einfach genial geworden.

Fast hätte uns der Lockdown einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber wir konnten am letzten Öffnungstag alle Teile fertig geschliffen nach Hause bringen, nochmal großen Dank an Titus. Mit Naturöl aus dem „Natürlich Kreativ – Dein Projektladen“ begannen wir nun alle Teile zu ölen. Tagsüber Home-Office, abends ölen, Zwischenschliffe, ölen …so haben wir den Lockdown verbracht.

Damit die Teile nicht auf dem Boden standen und sich Nasen o.ä. bilden konnten, hatten wir uns noch aus Reststücken „Ölhilfen“ gebaut – das war eine super Idee.

Nachdem alles geölt und durch die Zwischenschliffe die Einzelteile super glatt waren, mussten diese 4 Wochen aushärten. Ende April konnten wir dann endlich alles zum ersten Mal komplett montieren und unser Bett aufbauen. Das war ein wunderbares Gefühl. Es ist sogar noch besser geworden, als wir gedacht hatten. Was meint ihr?

Wir können das Holzkombinat wirklich nur jedem empfehlen. Supernette Mitarbeiter, tolle Ideen, Unterstützung, wenn man sie braucht, Freiheit in der Bearbeitung des Projektes, spitzenmäßiges Werkzeug und das Wichtigste: immer gute Laune. Wir waren noch im „alten“ Holzkombinat aber Ideen, die wir im Neuen verwirklichen wollen, sind über dem Sommer gereift und bald ist ja Winter 😉

Irgendwann wussten wir auch, was Titus mit „Großprojekt“ meinte :D Aber wir haben es geschafft und sind jeden Tag aufs Neue stolz darauf, was wir gebaut haben. Packt eure Ideen ein, geht damit ins Holzkombinat und verwirklicht diese 😊 Dort werdet ihr Spaß haben und etwas selbstgebautes ist eben etwas Besonderes. Und wenn ihr doch nicht genau wisst, wie und was ihr bauen wollt, fragt einfach Titus statt Pinterest 😉

Liebe Grüße,

Jule und Markus

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