Nistkästen mit NABU

Ein unterschätzter, aber besonders wichtiger Aspekt des Naturschutzes bilden Nistkästen. Als Ersatz für fehlende Naturhöhlen oder Brutnischen im städtischen Bereich, bieten sie bedeutenden Unterschlupf für hier ansässige Vogelarten.

Aus diesem Grund wollen wir euch in diesem Blogbeitrag beim Bau von Nistkästen mitnehmen und den ein oder die andere somit vielleicht zum Nachbauen animieren. Für weitere Informationen rund ums Thema Nistkästen, Vogelarten und Naturschutz im Allgemeinen findet ihr übrigens auf der Seite von NABU.

Schritt für Schritt

1. Materialauswahl

Für den Bau sollten mindestens 18 Millimeter dicke Bretter verwendet werden. Dafür können durchaus Bretter aus Fichte, Tanne oder Kiefer zum Einsatz kommen, welche – im Vergleich zu Eiche oder Lärche – zum einen einfacher erhältlich und zum anderen günstiger sind. Wir haben uns für Fichtenbretter entschieden.

Des weiteren werden Schrauben für den Zusammenbau der Einzelteile benötigt. Die eignen sich dafür besser als Nägel und sorgen schlussendlich für einen stabileren und langlebigeren Nistkasten.

2. Maße

Um den Vögeln ausreichend Fläche im Kasten zur Verfügung zu stellen, sollte der Boden mindestens 12×12 Zentimeter groß sein. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass sich das Eingangsloch nicht zu weit unten oder mittig befindet und der Überstand des Daches ausreichend groß ist, um die Brut vor möglichen räuberischen Angriffen zu schützen.

Je nachdem für welche Vogelart man den eigenen Nistkasten nun bauen möchte, ist es wichtig sich vorher über die entsprechende Größe des Eingangslochs zu informieren. Beispielsweise sollte dies für Stare größer sein als für Meisen (wie in den Endbildern erkennbar).

3. Lochbohrungen

Für die Bohrung der Öffnung des Nistkastens haben wir die Standbohrmaschine mit einem geeigneten Forstnerbohreraufsatz verwendet, sodass der Durchmesser des Lochs später auch für die entsprechende Vogelart passend ist.

4. Anrauen der Innenseiten und Anzeichnen

Es ist empfehlenswert, die Innenseiten des Nistkastens bewusst etwas anzurauen – gern mit gröberem Schleifpapier. Durch das Aufrauen der Oberfläche können sich die Vögel später mit ihren Krallen besseren Halt verschaffen, wenn sie den Kasten schließlich auch verlassen.

Anschließend sollten die Punkte für die späteren Bohrungen angezeichnet werden. Um das Vorgehen dahingehend etwas zu erleichtern, haben wir die Außenseiten und die Bodenplatte an die Rückwand angelegt und deren Breiten mit Bleistift abgetragen. Somit war direkt klar, in welchem Bereich sich die Bohrungen befinden müssen. Das Anzeichnen und Befestigen des Daches ist nämlich einfacher, wenn der Korpus erst einmal steht.

5. Vorbohren & Zusammenschrauben

Zusätzlich lohnt sich das Vorbohren der Löcher, um unschönes Einreißen des Holzes zu vermeiden. Dabei ist ein Bohrer mit kleinem Durchmesser vollkommen ausreichend, mit dem einmal komplett durch die Platte gebohrt wird. Um für zusätzliche Belüftung und Entfeuchtung zu sorgen, ist es ratsam vier etwa fünf Millimeter breite Löcher in den Boden zu bohren.

Nun kommen die Schrauben zum Einsatz, womit die Bodenplatte und beide Außenseiten an der Rückwand befestigt werden.

6. Anbringen der Vorderseite

Die Vorderseite des Nistkastens mit dem Eingangsloch für die Vögel wird nur am oberen rechten und linken Rand mit Schrauben befestigt. Dazu einfach die Platte zwischen die zwei Außenseiten klemmen, sodass alle Kanten schön miteinander abschließen, und festbohren. Die Fixierung an zwei Stellen ermöglicht das Aufklappen der Platte nach oben hin und erleichtert somit das Säubern des Nistkastens ungemein.

7. Dach

Wenn der Korpus steht kann nun auch das Dach angebracht werden. Dazu am besten alles einmal auf den Kopf stellen, um den Korpus optimal auf dem Dach platzieren zu können. Hierbei gilt dasselbe Vorgehen wie unter Punkt 4: Die Außenkanten des Kastens mit Bleistift an der Unterseite des Daches anzeichnen. Dadurch wird wieder klar, in welchem Bereich die Vorbohrungen angebracht werden müssen. Im letzten Schritt dann nur noch das Dach von oben her befestigen.

Somit stehen die rohen Nistkästen auch schon!

8. Gestaltung

Da es sich um Fichte handelt, ist eine abschließende Behandlung des Holzes sinnvoll. Wir haben uns in diesem Zuge direkt für eine farbige Gestaltung als hübschen Hingucker im Garten entschieden. Die Entscheidung fiel schlussendlich auf zwei Farbkombinationen: Brauntöne mit der Wetterlasur von Livos und die Kreidezeit Holzlasur mit gelben und grünen Pigmenten gemischt. Das Ganze sollte natürlich gut durchtrocknen, bevor der Nistkasten draußen einen geeigneten Platz findet.

…und fertig ist die neue Behausung für unsere gefiederten Freunde!

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