Holz-Laufrad für die Kleinsten

Titus hat seinem kleinen Neffen zu Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk gemacht –  ein selbstgebautes Holzlaufrad. In diesem Beitrag bekommt ihr einen genaueren Einblick in den Ablauf des Bauprozesses. Selfmade by Titus.

1. Idee & Konzept

Die Inspiration der Idee eines Holzlaufrads hat Titus aus der Community bekommen. Mit entsprechenden Musterbildern im Gepäck ging es schließlich an die Erarbeitung eines 3D-Modells, um den möglichen Aufbau, die Höhe usw. besser planen zu können. Dies kann nämlich je nach Modell des Laufrads und Alter der Kinder enorm variieren. Um mit der Sitzhöhe, dem Radabstand und allgemein allen Maßen auf Nummer sicher zu gehen, kaufte sich Titus letztlich ein günstiges gebrauchtes Laufrad, dessen Räder direkt für das selbstgebaute Holzlaufrad genutzt wurden.

2. Material

Die Einzelteile des Laufrads wurden aus einer 12 mm Multiplexplatte gefräßt. Für die Sitzfläche verwendete er 2×3 mm Sperrholzplatten. Darüber hinaus kamen zum Verbinden der Einzelteile Lenkstangen aus Bucherundholzstäben zum Einsatz (siehe Bild). An anderen Stellen waren noch Unterlegscheiben und Schrauben nötig. Zusätzlich wurde noch ein Gewindestab (für die Drehbarkeit des Lenkers) und ein Alurohr (zum Schutz des Holzes vor Abnutzung durch Gewindestab) benötigt.

3. Zuschnitt & Zusammenbau

Um eine Vorstellung der Größe der Einzelteile und letztlich auch eine Vorlage für die Fräße zu bekommen, wurden die Teile in Originalgröße stückweise auf DIN A4 ausgedruckt, ausgeschnitten und aneinandergeklebt. Diese hat Titus dann auf Holz aufgeklebt und wiederum als Grundlage für die Fräßvorlagen genutzt. Das Holz wurde dann auf die entsprechenden Formen der Einzelteile zugeschnitten und bildete die schlussendliche Fräßvorlage.

Der Zusammenbau gestaltete sich etwas komplizierter als gewöhnlich, da vor allem auch einiges an Konzentration und Ausdauer von Nöten war. Zunächst fertigte Titus einen Trockenzusammenbau, um auch die Passgenauigkeit der Einzelteile zu kontrollieren.

Es wurde nicht nur geschraubt, sondern auch einiges verleimt – so zum Beispiel auch die Rundholzstäbe in die dafür vorgesehenen Verbindungsstücke des Lenkers. Für den Sitz hat er die zwei Sperrholzplatten formverleimt, d.h. miteinander verleimt und zu einer passenden Sitzfläche gebogen. Schließlich wurden dann alle anderen Teile, welche nicht zu verleimen waren, miteinander verschraubt (Räder, Sitz, Lenkachse, Griff).

 

…und fertig ist dieses ganz besondere Geschenk für die Kleinsten!

Interesse bekommen, dein eigenes Projekt umzusetzen? Wir freuen uns sehr auf deine Vorhaben und darauf, sie ebenso in dieser Blog-Rubrik vorzustellen! Vielleicht kannst du  auch ein paar Kinderaugen zum Strahlen bringen.

Falls dir ansonsten Fragen auf dem Herzen liegen sollten, kannst du uns einfach eine Nachricht senden.

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