Ein multifunktionaler Arbeitstisch

Diesmal stellen wir euch das Projekt von  Jeanette und Karsten vor: Einen ausklappbaren Multifunktionstisch. Gemeinsam haben wir geplant, zugesägt und gebaut, damit Jeanette zukünftig ihre Arbeitsmaterialien ganz praktisch verstauen kann. Wir zeigen euch hier einige Impressionen zu den einzelnen Arbeitsschritten bis hin zum fertigen Ergebnis.

Made by Jeannette und Karsten

Die Idee

Damit wir unseren Arbeitsraum, der lediglich 17 m² misst, gemeinsam so flexibel wie möglich nutzen können, benötigten wir einen Arbeitstisch, den man so nicht kaufen kann. Und da wir bereits im Holzkombinat für ein anderes Projekt etwas fertigen, haben wir einfach mal dort nachgefragt.

 

Schritt 1: Die Planung

Nachdem wir mit Titus kurz über unser neues Projekt sprachen, zückte er sofort seinen Laptop und verwandelte unsere Gedanken in ein 3D -Model. Super hilfreich war es, dass Titus dabei sofort verschiedene Lösungsansätze für die Klapp- und Ablage-Elemente mit in das Model einarbeitete, sodass man sehr anschaulich alle beweglichen Teile in ihrer Funktion vorab testen konnte.

Nach der Planung konnte der Materialbedarf anhand des 3D-Models erfasst und eine Grobkalkulation erstellt werden. Nach der Freigabe von Jeannette und Karsten haben wir das Material bei unseren Holzlieferanten geordert.

Schritt 2: Die Zuschnitte

Da für die Zuschnitte Genauigkeit gefragt war und die beiden Zeit sparen wollten, hat Titus den Zuschnitt an der Formatkreissäge und die Vorarbeiten übernommen. Es gab Winkel zu beachten, Verbindungen vorzubereiten und am Ende waren alle Einzelteile vorbereitet zum Schleifen.

Schritt 3: Schleifen und Ölen

Damit der Tisch am Ende auch schön glatt und gleichmäßig ist, müssen die einzelnen Teile alle ordentlich geschliffen werden. Das kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen… aber zum Glück gibt es ja Maschinen dafür, die die Arbeit erleichtern und Jeannette und Karsten konnten mit gemeinsamer Kraft diesen Arbeitsschritt recht zügig selbst erledigen. Im Anschluss wurden alle Teile noch geölt, denn schließlich soll der Arbeitstisch robust sein und lange halten.

Schritt 4: Zusammenbau

Nach dem alle Teile geschliffen, geölt und getrocknet waren, ging es mit Unterstützung von Titus an den Zusammenbau. Zuerst mal ein grober Test, ob auch alles passt…

Wir haben den Tisch einmal vormontiert um zu kontrollieren, ob wirklich alles stimmt. Das war auch gut so, denn einen Messfehler hatten wir doch noch übersehen. Also schnell noch einige Teile angepasst, nochmal geschaut – passt jetzt perfekt! – Nun mussten die ganzen Platten noch verleimt und miteinander verbunden werden:

Erst wurde der Leim auf die Kanten aufgetragen, alles zusammengepresst und anschließend mit dem Drucklufttacker fixiert.

Damit der Tisch auch wie gewünscht klappbar und beweglich wird, fehlten nun noch die Scharniere. Wir haben uns hier für Klavierband entschieden, welches an mehreren Seiten angebracht wurde.

Kleiner Fun-Fact am Rande:

Klavierbänder sind eigentlich Stangenscharniere, weil sich in Ihnen eine durchgehende Stange befindet. Sie werden Bandscharniere genannt, weil sie wie ein Band aussehen und oft auch auf Rolle geliefert werden. Weil es kein Klavier ohne Stangenscharnier gibt, haben sie umgangssprachlich den Namen Klavierband erhalten.

Nach der Montage der Arbeitsplatten, des Tischrahmens und der Scharniere gab es noch einige Feinarbeiten zu erledigen. Unter anderem  wurde ein kleiner Stopper, in welchen dann ein Stab gestellt werden kann, installiert. So lässt sich der aufgeklappte Tisch einfach fixieren.

 

Das Ergebnis

Der Tisch hat ein Grundmaß von 1x1m und lässt sich je nach Bedarf auf max.1,50×1,50m erweitern mit vollflächig ebener Fläche ohne erhöhte Absätze oder Spalten. Dies war für uns besonders wichtig, da die großen Rahmen, die ich darauf bearbeitete nicht wackeln dürfen und gut aufliegen müssen.
Die nach oben aufklappbare Arbeitsplatte mit integriertem Ablagefach für meine Arbeitsmaterialien, die eine Fixierung in halbaufrechter, schräger Position ermöglicht, erlaubt es mir, nicht nur bequem mit beiden Händen meine Materialien aus dem Fach zu entnehmen, sondern auch im stehen zu malen wie an einer Staffelei.
Die Tischhöhe haben wir auf meine optimale Steh-Arbeitshöhe angepasst. Durch die feststellbaren Rollen kann ich den Tisch immer optimal  im Raum platzieren, damit ich während des Arbeitsprozesses um den Tisch herumlaufen kann und nach Abschluss der Arbeit ihn in einer Ecke des Raumes platzieren kann, wo er nicht mehr im Weg steht. Durch in der Höhe verstellbare Hocker kann ich sogar im Sitzen am Tisch arbeiten.

Der fertige Tisch wurde dann noch in unseren Werkstatt-Transporter verladen und durfte endlich bei Jeanette und Karsten einziehen. Dort unterstützt er die Beiden nun bei ihrer Arbeit. Sie fertigen nämlich Leinwände und Bilder an. Wenn euch die Arbeiten interessieren dann schaut doch mal auf ihren Websites vorbei. Unter Xanadu Evolution  findet ihr einen Überblick, und wenn euch die Kunstwerke von Jeanette interessieren gibts unter Energiebilder wunderbare Impressionen. Übrigens fertigen die Beiden ihre coolen runden Leinwände alle selbst und arbeiten dabei auch häufig bei uns in der Werkstatt.

Fazit:
Der Bau des Tisches hat durch die Vielzahl der hilfreichen Arbeitsgeräte und der super freundlichen Atmosphäre in der Werkstatt super viel Spaß gemacht. Der Arbeitstisch ist genau so geworden, wie wir es geplant haben und hat sich in der Praxis schon toll bewährt. Dank der fachlichen und sehr zuvorkommenden Unterstützung und Begleitung von Titus und seinem Team,  konnten wir ohne Vorkenntnisse und Erfahrung im Holzbau, einen auf uns optimal angepassten Tisch bauen. Nach dieser tollen Erfahrung haben wir gleich das nächste Projekt in Angriff genommen. Vielen Dank für Alles.

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Interesse bekommen, dein eigenes Projekt umzusetzen? Wir freuen uns sehr auf deine Vorhaben und darauf, mit dir gemeinsam etwas zu schaffen! Falls dir sonst noch Fragen auf dem Herzen liegen sollten, kannst du uns einfach eine Nachricht senden.

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